Grünes Licht für das Dom Carré: Baugenehmigung erteilt
15. April 2019

Am Donnerstag, den 11. April 2019 hat die Stadt Köln der Bayerischen Versorgungskammer die Baugenehmigung für den Neubau des gesamten Dom Carrés erteilt. Die mit der Genehmigung verbundenen Auflagen sind der Bayerischen Versorgungskammer größtenteils bekannt und werden in den weiteren Planungsprozess integriert.

Der aktualisierte Bauantrag für den Neubau nach Entkernung bis auf die historischen Gebäudeteile wurde im Herbst 2017 eingereicht, nachdem sich bei der sog. nicht-statischen Entkernung des Dom-Hotels eine Sanierung als nicht umsetzbar herausgestellt hatte. Die ursprüngliche Planung wurde gründlich überarbeitet, die Grundrisse des Dom-Hotels mussten neu konzipiert werden. Die Entwurfsplanung und die Gesamtkoordination im Baugenehmigungsverfahren lagen bei dem Kölner Büro PFEFFER Architekten und Ingenieure.

Derzeit finden im Innern des Dom-Hotels weiterhin Abbrucharbeiten statt – dafür liegt der Bayerischen Versorgungskammer eine Abbruchgenehmigung der Stadt Köln vor. Vor Beginn der eigentlichen Tiefbauarbeiten wird das Römisch-Germanische Museum (RGM) archäologische Grabungen in den freigelegten Bereichen durchführen: insbesondere dort, wo tiefer gegraben wird als bisher, da das Dom-Hotel partiell ein zweites Untergeschoss erhält. Nach Abschluss der Arbeiten des RGM werden die eigentlichen Tief- und Rohbauarbeiten beginnen, um hinter der historischen Fassade das neue Gebäude zu errichten. Dafür ist die nun erteilte Baugenehmigung unerlässlich.

Das Dom Carré soll nach Beendigung der Bauarbeiten ein der prominenten Lage im Herzen Kölns angemessenes Erscheinungsbild bieten.

Abbrucharbeiten im Innenbereich des Dom-Hotels starten

In der kommenden Woche starten die Abbrucharbeiten im Innenbereich des Dom-Hotels. Sie erfolgen in verschiedenen Abschnitten und werden voraussichtlich zwölf Monate andauern. Im Hauptgebäude werden die historische Fassade und das Treppenhaus erhalten und abgestützt. Das dahinter liegende Tragwerk wird abgerissen und als Neubau errichtet. Der Abbruch des ursprünglichen Gebäudes ist notwendig, da die Bausubstanz des traditionsreichen Hotels in einem solch schlechten Zustand ist, dass eine Sanierung unter statischen, Brandschutz- und haustechnischen Gesichtspunkten nicht mehr möglich gewesen wäre.

Während des Abbruchs werden im Untergrund des Dom-Hotels Untersuchungen des RömischGermanischen Museums vorgenommen. Dabei handelt es sich um eine Auflage aus der Abbruchgenehmigung der Stadt Köln, da sich das Baugebiet in der Historischen Mitte befindet.

Aktuell werden die vorbereitenden Maßnahmen für die Fassadensicherung getroffen, die ab nächster Woche Am Hof errichtet wird. Diese ist Voraussetzung für den rückwärtigen Abbruch des Hauptgebäudes. In Kürze wird zudem der Rohbau Am Hof 1 abgeschlossen sein. Anschließend beginnt der Innenausbau für einen der noch im Dom-Hotel verbliebenen Bestandsmieter, der hier interimistisch den Ladenbetrieb fortführen wird.

Zur Bayerischen Versorgungskammer:

Als größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands ist die Bayerische Versorgungskammer ein Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für berufsständische und kommunale Altersversorgung. Sie führt die Geschäfte von zwölf rechtlich selbständigen berufsständischen und kommunalen Altersversorgungseinrichtungen mit insgesamt über 2,2 Mio. Versicherten und Versorgungsempfängern, ca. 4,6 Mrd. € jährlichen Beitrags- und Umlageeinnahmen und ca. 3,3 Mrd. € jährlichen Rentenzahlungen. Sie managt für alle Einrichtungen zusammen ein Kapitalanlagevolumen von derzeit ca. 72 Mrd. € (Buchwert). Die Bayerische Versorgungskammer beschäftigt über 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist seit 2010 Unterzeichner der Charta der Vielfalt, seit 2011 Unterzeichner der UN-Prinzipien für verantwortungsvolles Investment (PRI) und seit Februar 2017 Unterzeichner des Memorandums für Frauen in Führung.

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Dr. Maike Kolbeck
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