Was kommt?

Durch die Baumaßnahme soll das gesamte Gebäudeensemble einen Entwurf aus einem Guss erhalten: Die historischen Fassaden zum Roncalliplatz, zur Domplatte und Am Hof werden erhalten, während der Entkernungsphase abgestützt und prägen später wieder das Gesicht des Dom-Hotels. Auf dem Dach soll eine exklusive Bar / Gastronomie mit Dom-Blick entstehen. Auch die Gebäudeteile Am Hof und am Wallrafplatz werden neu geplant und die vorhandenen Baulücken im Carré geschlossen. Nach Beendigung der Bauarbeiten soll das DomCarré eine dem Platz entsprechend repräsentative Immobilie im Herzen Kölns werden.

Was passiert aktuell?

Von außen war für die Öffentlichkeit lange Zeit nichts zu sehen, seit Mitte 2018 sind die Abbrucharbeiten im Gebäudeinneren in vollem Gange. Die letzte mittlerweile initiierte Abbruchphase beinhaltet auf der Nordseite Am Hof beginnend und dann sukzessive fortschreitend, den Abbruch des Restgebäudes bis zur innenliegenden Fassadenebene. Um diesen Abbruch überhaupt statisch umsetzen zu können, musste im Vorfeld das außenliegende Fassadensicherungsgerüst errichtet werden - jeweils immer parallel an der Fassadensicherung entlang. Im Sommer wird der letzte momentan noch im Dom-Hotel verbliebene Mieter aus seinem angestammten Ladenlokal in ein neu errichtetes Interimsgebäude umziehen. Im Nachgang wird das Gebäude dann noch um die restlichen Hoteletagen aufgestockt, um den gewünschten Baulückenschluss des Ensembles „Am Hof“ herbeizuführen. Sobald der innenliegende Abbruch an der Ecke „Am Hof“ / Roncalliplatz erfolgt ist, kann die Baustelle von dieser Seite aus angedient bzw. Abbruchmaterial von hier aus abgefahren werden.

Vor Beginn der eigentlichen Tiefbauarbeiten wird das Römisch-Germanische Museum (RGM) archäologische Grabungen in den freigelegten Bereichen durchführen: insbesondere dort, wo tiefer gegraben wird als bisher, denn das Dom-Hotel erhält partiell ein zweites Untergeschoss. Nach Abschluss der Arbeiten des RGM werden dann die eigentlichen Tief- und Rohbauarbeiten beginnen, um hinter der historischen Fassade das neue Gebäude zu errichten. Zusammen mit den Neubauten Am Hof und Wallrafplatz sowie dem architektonischen Nachkriegsjuwel Blau-Gold-Haus wird das neue Dom Hotel und der dazugehörige hochwertige Einzelhandel als Gebäudeensemble einen maßgeblichen Beitrag zur Aufwertung des Domumfeldes leisten.

Was geschah bisher?

Die Bayerische Versorgungskammer hat das Dom-Hotel im Jahr 2009 erworben. Der damalige Projektentwickler hatte zunächst eine Sanierung – anfangs sogar im laufenden Hotelbetrieb – vorgesehen. Da die Entwicklung des Projekts jedoch nicht den gewünschten Fortschritt zeigte, verfolgte die Bayerische Versorgungskammer das Konzept ab 2015 in Eigenregie weiter und führte aufwändige Planungen zur Neugestaltung des Hauses durch. Unter anderem wurde im selben Jahr ein Architekturwettbewerb für die Neugestaltung der Dachfläche durchgeführt.

Von außen war für die Öffentlichkeit lange Zeit nichts zu sehen, doch hinter den Kulissen des Dom-Hotels wurde bereits intensiv gearbeitet: Im Zuge der Schadstoffsanierung wurden 2017 rund 3.000 Tonnen Schutt aus dem Innern des Gebäudes entfernt und abtransportiert. Ein Ergebnis der bisherigen Sanierungsarbeiten war auch die Erkenntnis, dass die Bausubstanz so schlecht ist, dass eine Sanierung, wie sie bislang geplant war, technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Daher favorisieren wir eine Entkernung, bei der die historische Außenfassade und weitere denkmalgeschützte Teile erhalten bleiben.

Eine Entkernung ist zwar deutlich teurer als eine Sanierung, bietet aber klare Vorteile: Sie ist schneller zu realisieren, die Immobilie entspricht den höchsten technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen und hat künftig deutlich längere Instandhaltungszyklen, was vor allem die Belastungen des Umfelds reduziert.

„Wir möchten an dieser prominenten Stelle der Stadt Köln einen echten Mehrwert für einen langen Zeitraum schaffen. Hier geht es ja nicht nur um das Dom-Hotel, sondern um ein ganzes Carré zwischen Roncalli- und Wallrafplatz und zwischen Dom und Heinzelmännchen-Brunnen. Wir haben hier die Chance, das Objekt ein für alle Mal städtebaulich von allen Kriegs- und Nachkriegswunden zu befreien und es für viele Jahrzehnte zu ertüchtigen.“

Daniel Just, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Versorgungskammer

Wer ist die Eigentümerin?

Grundstückseigentümerin und Bauherrin des Projekts DomCarré ist die Zusatzversorgungskasse der Bayerischen Gemeinden, vertreten durch die Bayerische Versorgungskammer. Die Bayerische Versorgungskammer führt die Geschäfte von zwölf berufsständischen und kommunalen Altersversorgungseinrichtungen, die für ihre Mitglieder und Versicherten Leistungen der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung erbringen. Ihre Aufgabe ist die treuhänderische Anlage der Altersversorgungsbeiträge ihrer rund 2,2 Millionen Versicherten, für die sie allein im letzten Jahr rund 4,6 Milliarden Euro in verschiedenste Anlageformen, darunter auch Immobilien, investierte. Die Bayerische Versorgungskammer besitzt deutschlandweit rund 12.450 Mietwohnungen und rund 567.000 Quadratmeter Gewerbeflächen.

Immobilien sind ein traditioneller Schwerpunkt unserer Kapitalanlage. Als langfristiger Bestandshalter setzen wir immer Werthaltigkeit und Qualität vor schnellen Gewinn. Das gilt ganz besonders auch für unser Engagement beim Dom-Hotel. Wir nehmen unsere Verantwortung für diesen besonderen Standort sehr ernst und wollen eine Lösung, die solide ist und lange Bestand hat.

Die Fakten auf einen Blick

  • Objektart:
    Hotel der Kategorie 5 Sterne Plus / Premium Einzelhandel
  • Endinvestor:
    Zusatzversorgung der bayerischen Gemeinden,
    vertreten durch die Bayerische Versorgungskammer
  • Projektentwicklung:
    2009 - 14 LIG Lammerting Immobilien Gruppe
    Seit 2015 Bayerische Versorgungskammer
  • Architekten:
    Pfeffer Architekten und Ingenieure, Köln
    Ingenhoven Architects, Düsseldorf (Dachaufbau und Fassaden)
  • Projektsteuerung:

    zarinfar GmbH, Köln

  • Lage:

    Roncalliplatz, Domkloster, Wallrafplatz, Am Hof Köln

  • Fläche Hotel:
    ca.12.630 m2 NUF nach GIF (ohne Gemeinschafts- und Technikflächen)
    ca.130 Hotelzimmer und Suiten
  • Fläche Einzelhandel:
    ca. 5.430 m² NUF nach GIF (ohne Gemeinschafts- und Technikflächen)
  • Baubeginn:
    2017